Essen mit Mutti.
Einmal in der Woche moderiere ich abends für einen meiner Auftraggeber eine kleine Experten-Zuhörer-Runde. Die Zuhörerinnen und Zuhörer können sich dabei in eine Telefonkonferenz einwählen, Fragen stellen oder auch einfach nur zuhören, welche Anliegen die anderen Teilnehmer haben. Das Thema gestern: Wie schafft man es, das Rauchen aufzugeben?
Gleich zu Beginn meldete sich ein älterer Herr. Er sei jetzt 71, habe 55 Jahre sehr stark geraucht und seit einem Jahr sei er vom Glimmstängel los, auf dringendes Anraten seines Hausarztes und dank eines Ersatzmedikaments. Nein, er wolle auch gar keine Frage stellen, aber er fühle sich toll, seit er nicht mehr rauche und wolle einfach nur allen anderen Mut machen. Es lohne sich! Körperlich sowieso – aber auch finanziell. Man spare ja eine ganze Menge Geld. Und dann, ja dann könne man auch ganz locker mit der Mutti öfter essen gehen.
Ein Highlight.
Merke: Es ist nie zu spät etwas zu ändern
Sehr schön.^^
Wobei ich mich jetzt schon Frage, ob die Mutti von dem Herrn noch lebt? Die müsste dann ja immerhin so um die 90 Jahre alt sein. Selbst heute ist das immernoch ein erstaunliches Alter.^^
Nein nein, mit Mutti meinte er offensichtlich seine Frau. Noch einer aus der Generation, die ihre angetrauten Weiber vor lauter Familiensinn und Gewohntheit „Mutti“ nennen. Gar nicht so einfach übrigens, das zu lassen. Habe mich selbst kürzlich dabei ertappt, wie ich mit den Kindern meines Mannes über ihren „Papa“ gesprochen habe – und im nächsten Moment rief ich „Papa, kannnst Du mal…“ Furchtbar, ganz furchtbar. Da wird nun strengstens drauf geachtet.