Magna cum laude.

Veröffentlicht: 14. September 2007 in Diplom

Jetzt ist es raus. Die Prüfungskommission hat meine Diplomarbeit nach monatelanger, hoffentlich sorgfältiger Erwägung mit einer glatten Eins bewertet, das freut mich natürlich. Damit kann ich ja jetzt auch wieder meinen damals zensierten Blogeintrag aus der Verbannung holen, mit dem Titelzitat „Nehmen Sie kein Beispiel, weil Sie den Blogger süß finden“, vom 13. April 2007.

Hier isser:

Manchmal weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Heute Vormittag zum Glück wieder eher lachen, gestern Abend konnte ich aber nur noch den Kopf schütteln. Zwischen 22 und 23 Uhr hatte ich nämlich ein Gespräch mit meinem Diplombetreuer, etwa so alt wie ich (ich glaube aber, das war’s dann auch mit den Gemeinsamkeiten). Er durch und durch Wissenschaftler, ich durch und durch Praktikerin. Leider hat er auch von Blogs & Co. nicht viel Ahnung (Eigenaussage), aber als Betreuer war er in diesem Fall nicht verhandelbar. Was soll ich sagen? Es gibt bessere Kombinationen, und so lief dann auch das Gespräch… Die Highlights:

Zum Einstieg: Ob ich denn schon angemeldet sei? Naja, schon. Gebe schließlich in weniger als fünf Wochen ab. Schon allein deswegen ein Witz, weil er mich im November für die (nicht vorgeschriebene) Kopie der Anmeldung dreimal über den Campus gescheucht hatte.

Dann wollte er mich überzeugen, dass ein kurzes Kapitel über Web 2.0 nicht wichtig sei für eine Arbeit über Blogs („Verzichtbarer Schnickschnack oder die Zukunft des Journalismus?“) – das passe sicherlich auch in die Einleitung. Dagegen sei es immens wichtig, dass ich alle meine Befunde auch wirklich mit Zahlen belegen könne. Zur Erklärung: Er hat diesen gut gelungenen Round-up-Artikel von Christoph Neuberger in den Media Perspektiven in die Hand bekommen, der ist für ihn nun das Maß aller Blogs. Mein Einwand, dass nun gerade die nicht messbare Emotionalität einer Blogosphäre IMO maßgeblich zum Phänomen beitrage, wurde kommentiert mit „Jaja, das können Sie ja noch kurz im Fazit erwähnen.“

Und das mit Abstand Allerschärfste: Bei der Auswahl der Fallstudien solle ich mir doch bitte genau überlegen, welche Blogs ich dafür nähme. O-Ton (und zwar ohne Grinsen in der Stimme): „Nehmen Sie kein Beispiel, weil Sie den Blogger süß finden!“ Danke für den Tipp …

Also, Herr Knüwer, die Kriterien bleiben mein Geheimnis, aber ich werde Sie trotzdem als Beispiel heranziehen. Ähm, Ihren Blog natürlich.

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