Wegen Todesangst unsterblich blamiert.

Veröffentlicht: 17. März 2008 in Das Leben im Allgemeinen

Es war ein perfekter Sonntag. Bis zu dem Moment, als ich den Topf mit Tomatensuppe auf den Herd stellte.

Vorweg muss dazu gesagt sein, dass es sich um einen Gasherd handelt, der geschätzt 35 Jahre alt ist – ich liebe das Ding. Okay, Niedrigtemperatur-Garen fällt aus, aber sonst ist alles prima. Am Sonntag jedoch ließ sich plötzlich die Flamme nicht mehr kleiner drehen, geschweige denn löschen. Ich pustete sie probehalber aus, mit dem Ergebnis, dass das Gas danach direkt ausströmte. Nicht gut, schnell wieder anzünden – und ab jetzt setzte das Hirn aus. Ich schnell zum Rechner (Google is my friend), einen 24-Stunden-Störungsdienst meines Gasversorgers aufgetan, angerufen. Er sei nicht zuständig, meinte der Mensch am anderen Ende der Leitung, und überhaupt sei heute die Hölle los, ich solle den Haupthahn zudrehen.

Haupthahn? Schon mal gehört, nie gesehen. Gasherd aus der Küchenzeile gezerrt, immer in Angst, der Gasschlauch könnte abreißen. Neben Staub und Scherben fand ich dort eine halbe Küchenausstattung, aber keinen Haupthahn (auch keinen sonst irgendwie gearteten Neben-, Sub- oder Haushahn). Runter in den Keller. Nix Verwertbares.

Inzwischen war ich leicht panisch. Drei Sanitärmenschen habe ich auf die Mailbox gesprochen, bevor ich noch mal beim Gasversorger anrief und der sich dann bereit erklärte, jemanden vorbeizuschicken. Eine Stunde später waren sie da: Zwei junge Männer in Jeans, bereit, mich zu retten. Das haben sie dann auch getan, und es war gar nicht so schwer.

Vielleicht hätte ich gleich den richtigen Knopf am Herd drehen sollen.

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Kommentare
  1. goodytales sagt:

    (schreit sich immer noch weg)

    Zu schön!

    (also schon auch peinlich und irgendwie sicher auch demütigend und deprimierend und all das, zumindest für Dich, aber für alle anderen bleibt’s: zu schön!)

  2. miss k. sagt:

    Ich wäre sehr gern im Boden versunken – es war die ultimative Schmach, so viel kannst Du mir glauben… Dann, einer der Typen mit breiten Grinsen: „Keine Angst, wir erzählen’s nicht weiter.“ Nee, is klar.

  3. goodytales sagt:

    Haben sie, während sie schenkelklopfend rausgetrabt sind, bereits zum Mobiltelefon gegriffen? 🙂

  4. lie sagt:

    oh, wie super! ich schmeiß mich weg. (:

  5. miss k. sagt:

    Schön, dass ich Euch so erfreuen kann….. 😀

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