Mein Weg in die Tagesschau.

Veröffentlicht: 27. März 2008 in Das Leben im Allgemeinen, Job
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Es gibt mehrere Gründe, warum ich mich fürs Radio entschieden habe. Einer davon ist: Ich muss immer nur gut klingen, nie gut aussehen. Das spart unheimlich Zeit beim Styling, und ich kann wesentlich länger schlafen. Die Taktik ging heute voll nach hinten los.

Normalerweise meide ich Pressekonferenzen und suche mir lieber „richtige“ Themen für einen Beitrag. Heute war es aber leider unumgänglich, weil ich mich in der Redaktionskonferenz nicht schnell genug rauswinden konnte („miss k, was machst Du am 27. März um 11 Uhr?“ – „Ein Donnerstag?“ – „Ja.“ – „Hmmm, da bin ich wohl schon wach. Wieso?“).

Also durfte ich beim präkonferenten Fototermin zwei hochrangigen Kirchenvertretern von der evangelischen und der katholischen Fraktion mit einem Haufen Kinder beim Tischtennisspielen zuschauen – akustisch die einzige Chance, dem Beitrag wenigstens ein bisschen Leben einzuhauchen. Als Radiofrau hat man da aber leider einen ziemlich schweren Stand: Das wilde Geklicke um mich herum hat das sanfte Plopp der Tischtennisbälle mühelos übertönt (dabei kann man das bei Digitalkameras doch abstellen, oder?). Als ich zentimeterweise nachrutschte und den Arm auf maximale Länge ausfuhr, wurde mein Mikrofon von Fotografenhänden weggewedelt wie eine lästige Mücke. Später dann, bei der eigentlichen Pressekonferenz ohne großen optischen Aufreger, war ich dafür heiß begehrt, weil ich für jeden einzelnen TV-Kollegen als Schnittbild herhalten musste. Wer will (und wer schnell genug gucken kann), kann mich also abends bei diversen Sendern in den Nachrichten bewundern. Ich wünschte nur, ich hätte heute morgen dann doch wenigstens ein bisschen mehr Zeit für Make-up und Haare aufgewendet.

Nachtrag, abends: Die Kollegin rief gerade an, sie habe mich in den SWR-Nachrichten gesehen, ob ich beim Friseur gewesen sei?

Und noch ein Nachtrag:
Die nächste Kollegin, diesmal aus dem Medienhaus, hat mich in einer Schnittbild-Hauptrolle fürs Kirchenfernsehen verbaut (gegen Ende des Beitrags).

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Kommentare
  1. wassily sagt:

    Also, Miss K.,

    jetzt mal nicht so bescheiden: für einen Schnittbild-Auftritt war das doch sehr überzeugend. Ich kenne da von den LPK ganz andere, wirklich gräuselige Bilder.

  2. miss k. sagt:

    Echt, noch gräusliger? Ich fand das schon schlimm genug. Durfte aber immerhin kürzlich in einem 30-Sekünder die Hauptrolle spielen. Da wird man dann bis zur Unkenntlichkeit zugepflastert, das hat gleich ne andere Wirkung. 😉
    Ich bleibe aber trotzdem lieber beim Radio.

  3. […] da, im Radio. 2009 September 2 tags: Radio by miss k. In diesem Blogbeitrag hatte ich schon mal erläutert, dass ich das Radiodasein im Vergleich zum Fernsehen sehr praktisch […]

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