Sprachlos im Supermarkt.

Veröffentlicht: 5. Mai 2008 in Die Liebe im Besonderen, Geschichten aus dem Supermarkt

Verdammt, schon wieder Freitag. Kühlschrank leer, ich muss einkaufen, könnte ja übers Wochenende vom Fleisch fallen. Also los.

Eine Viertelstunde später latsche ich durch den Supermarkt meines Vertrauens. Bewährtes Prinzip, wenn ich mal wieder keine Ahnung hab, was ich kaufen will, aber zu müde bin, darüber nachzudenken: In regelmäßigen Abständen ins Regal greifen, etwa alle 15 Schritte, schön abwechselnd rechts und links. Irgendwas Fantasievolles kann man sicherlich daraus zusammenschüsseln. Das geht so lange gut, bis ich in meiner Transusigkeit fast auf einen Typen auflaufe. Ich kann just noch abbremsen und schaue geradeaus direkt auf den untersten Punkt seiner Schulterblätter. Das wäre für die meisten Frauen wohl nicht weiter verwunderlich. Aber ich bin 183 cm groß, plus Absätze! Angesichts des Gardemaßes bleibt sogar mir die Spucke weg, ich bin irgendwo zwischen fassungslos und verzückt. Da dreht er sich um, strahlt mich von weit oben an und sagt den einzigen Satz, mit dem ich in diesem Moment nicht rechne: „Du bist aber groß.“

Ich weiß nicht mehr genau, was ich geantwortet habe, aber es war in etwa das Real-Life-Äquivalent von: „Ich hab eine Wassermelone getragen.“

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Kommentare
  1. goodytales sagt:

    Ich unterbreche meinen Lachanfall nur ganz kurz um zu fragen:

    UND DANN?

    Was hat er gesagt?
    Habt ihr spontan im Supermarkt einen gewagten Tanz in der Gemüseabteilung hingelegt?

  2. miss k. sagt:

    NIX! Ich war sowas von perplex und er überdies nicht alleine da, auch wenn ich nicht ganz rausfiltern konnte, ob es die Lebensabschnittsgefährtin, Schwester oder Mitbewohnerin war (die Hoffnung stirbt zuletzt). Jedenfalls hatten wir es noch ein paar Takte vom Basketballspielen, das uns deutlich leichter fällt als anderen, und dann war die Kassiererin (an jenem Tag ausnahmsweise mal superfix, das blöde Huhn) mit mir fertig. Ein letztes Lächeln, tschüß und seither nie wieder gesehen… 😦

  3. goodytales sagt:

    Oh.

    Das hat Baby trotz Wassermelone dann aber besser getroffen.

  4. miss k. sagt:

    Ja, ich finde auch, dass mein Leben noch nicht ganz hollywood-reif ist. Ich arbeite dran. 😉

  5. goodytales sagt:

    Ach, wieder umsonst geguckt.

    Aber es wird bereits daran gearbeitet, oder? 🙂

  6. miss k. sagt:

    Och, hier tun sich gerade ganz spannende Dinge, beruflich und so ein kleines bisschen auch privat. Inwiefern sich das nun im Blog verwursten lässt, ist halt so eine Sache. Ich sag mal so: Wenn’s schiefgeht, dann eher… Aber das wollen wir ja nicht hoffen! 😉

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