Manche Wunden heilen eben nie.

Veröffentlicht: 4. Juli 2008 in Family & Friends
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Mein Opa. Wir versuchen gerade, einen Pflegedienst bei ihm zu etablieren, weil er in den letzten Monaten schwer abgebaut hat, nicht mehr ohne Hilfe ins Bett kommt oder aufstehen kann, weder sich waschen noch rasieren und so weiter und so fort. Er fände es natürlich viel cooler, wenn die Family das weiterhin selbst machen würde, und funkt deswegen ganz gerne dazwischen – aber manchmal nicht ohne Charme, wie ich zugeben muss.

Zum Beispiel versucht er regelmäßig, dem jeweiligen guten Geist zu kündigen. Man brauche morgen gar nicht wiederzukommen, vielen Dank, er könne das alles alleine! Als die heute zuständige Dame ihn danach auf seinen blauverfärbten Arm hinwies, auf den er letzte Woche gestürzt ist, sagte er im souveränsten Tonfall, zu dem er fähig ist: „Das? Das ist eine Kriegsverletzung!“

Dafür könnte ich ihn ja schon wieder küssen (auch wenn das der Moment ist, in dem ich mich ganz schnell irgendeiner Tätigkeit zuwende, damit er mein breites Grinsen nicht sieht).

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