Shanghai III: Randnotizen aus dem Land des Lächelns.

Veröffentlicht: 16. Februar 2009 in Travel
Schlagwörter:
  1. So müssen sich Stars fühlen: Als westliche Langnase wird man ständig bestaunt, begafft und gerne auch zum Fototermin gebeten.
  2. Manche Chinesen gehen rückwärts, um vergessene Sinne zu trainieren.
  3. Zum Frühstück gibt’s Suppe.
  4. Es gibt viele eklige Dinge, die man wirklich nicht essen sollte.
  5. Wir haben sie nicht gegessen. Zumindest nicht alle.
  6. Mit Stäbchen zu essen lernt man sehr schnell, wenn man sehr großen Hunger hat.
  7. Satt ist man dann, wenn die Hand krampft.
  8. Eine öffentliche, saubere Toilette nach halbwegs westlichem Standard ist Gold wert. Im Zweifel sollte man lieber die Schmerzen ertragen.
  9. Der Bund Sightseeing Tunnel unter dem Fluss hindurch ist besser als ein Drogentrip.
  10. Das handelsübliche chinesische Stirn- und Nebenhöhlensystem produziert lebenslang genügend Sekret, um in regelmäßigen Abständen von gaaaanz tief unten einen Klumpen hochzuholen und in hohem Bogen auf die Straße zu rotzen.
  11. Das gilt auch für den Kellner im Nobelrestaurant, während er den Wein einschenkt. Das Ausspucken zum Glück unterbleibt, man stellt sich allerdings unweigerlich vor, wie er das Zeug gerade runterschluckt.
  12. Auf den Märkten unbedingt handeln, sonst erleben die Verkäufer die Enttäuschung ihres Lebens. Und hart bleiben: Gürtel für ursprünglich 25 Euro sind auch für 4 Euro immer noch ein tolles Geschäft.
  13. Die Fisch- und Fleischabteilung in chinesischen Supermärkten ist definitiv nichts für zart besaitete Gemüter.
  14. Die dortige Werbe-Dauerbeschallung (unter anderem mit einem chinesisch angehauchten Radetzky-Marsch) macht drei Stunden Wellness in drei Takten mühelos zunichte.
  15. Im Paulanergarten (BaoLaiNa-Garten) kosten 0,5 Liter Bier in etwa so viel wie die Maß auf der Wiesn. Die asiatische Schaufensterpuppe auf der Bühne jodelt dazu internationale Schmachtfetzen weg – und alle finden’s toll. Vor dem Garten, am bayrischen Stand mit einer Asiatin im Dirndl, läuft übrigens Ina Müller.
  16. Rote Ampeln, Zebrastreifen und sonstige Verkehrshinweise haben eher Vorschlagscharakter.
  17. Bei uns spielt man nicht mit Essen. In China schon. Zumindest vorher.
Advertisements
Kommentare
  1. oh mein Gott! Du hast da aber ja hoffentlich keinen Urlaub gemacht…..

  2. miss k. sagt:

    Doch. Eigentlich. Ich gebe zu, es war kein klassischer Urlaub im Sinne von unendlich erholsam, aber aufregend und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Inklusive allem. Und, meine Liebe, Du hast das Abendkleid noch nicht gesehen, das ich mir auf den Leib habe schneidern lassen. 🙂

  3. Ui ui ! Gibt´s dann Bilder?

    Ja, ich glaube auf jeden Fall, dass das superspannend und toll war. Und das kann keine noch so spannende Reportage im Fernsehen zeigen, das muss man einfach selber mal erleben.

  4. miss k. sagt:

    Jaaaa, es gibt Bilder. Noch nicht vom Abendkleid, aber die anderen habe ich heute bei Flickr hochgeladen, sortiert und warte nur noch auf das Go vom Kerl, dass ich sein Konterfei veröffentlichen darf. 😉

  5. 🙂 Kannst mir ja die Adresse über den anderen Kanal….

  6. Cowboy sagt:

    Nr. 10 und 11 habe ich zwar nicht genauso und auch nicht in Shanghai, aber in West-China ständig erlebt. In Bussen, in Hotelhallen, auf dem Markt. Ein wichtiges Detail ist sicher die Kontaminierung der Rotze mit giftig-gelbem Kippenschmodder. Wollen wir kurz über den Geruch sprechen? Ach nein, lass mal. Aber soviel muss noch gesagt werden: Dein Talent, mit Worten lebendige Bilder wie diese zu zeichnen, ist nicht zu übertreffen 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s