Die Würde des Chlorophylls ist unantastbar.

Veröffentlicht: 9. Mai 2009 in Das Leben im Allgemeinen, Job

Vielleicht ist es mittlerweile aufgefallen: Mit Grün hab ich’s nicht so. Also, ich find’s toll, keine Frage, und bin furchtbar gerne spazierenderweise in der Natur. Aber ein grüner Daumen? Herz für Krabbelgetier? Ich? Nee. Man sollte wirklich nicht glauben, dass ich eine glückliche Kindheit bei Oma und Opa auf dem Bauernhof hinter mir habe. Ehrlich, ich durfte dort Hühner durch die Gegend scheuchen, Ferkel kastrieren, Treibjagden mitmarschieren, habe stundenlang auf dem Traktor gesessen und in der restlichen Zeit das bisschen Hund geärgert (einen ausgewachsenen Berner Senner).

Entsprechend bin ich froh, wenn ein Grüngewächs bei mir eine Anstandszeit von vier Wochen übersteht. Mein Alibi-Grün im Büro ist da der absolute Spitzenreiter: Es begleitet mich seit mehreren Jahren, was ich auf den hellen Fensterplatz zurückführe. Eventuell auch noch darauf, dass die Putzperle es heimlich gießt.

Und seit das Frühsommerloch ausgebrochen ist, vertreiben sich meine Kollegen inklusive Putzperle mit dem Pflänzchen in meiner Abwesenheit ganz offenbar die Zeit. Chronologisch sieht das dann so aus:

Ich persönlich weiß ja nicht, was die haben. Es ist mehrheitlich grün. Reicht doch.


mehrheitlich grün

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Kommentare
  1. Sascha sagt:

    Interessant, dass die Pflanze sogar einen Namen hat: „das Ding“ 🙂

    Wenn ihr mit euren Post-its so weiter macht, ist allerdings bald nicht mehr viel von dem Grün zu sehen, sondern höchstens noch Gelb ohne Ende. Nicht, dass dann jemand denkt, „das Ding“ sei verwelkt und „das Ding“ im nächsten Kompost-Haufen beigesetzt wird.

    Ach ja: du hast in deiner Kindheit Ferkel kastriert?!? Ähm ja, ich muss dann mal eben weg… irgendwohin… nur weit genug weg 😀

  2. miss k. sagt:

    Wieso, Sascha, bist Du auch ein Ferkel? 😀

  3. Sascha sagt:

    Du, das liegt alles im Auge des Betrachters… oink oink 😀 Wobei: geringelt ist da nix, bevor diese naheliegenden Sprüche kommen sollten^^

  4. miss k. sagt:

    Neenee, so tief will ich nicht sinken. Noch nicht mal ich. 😉

  5. also, als ich ‚dieses (mein) ding‘ in einen größeren topf umgepflanzt habe, ist das teil eingegangen… machen sie also weiter so 😉

  6. april sagt:

    Typischer Fall von ‚Verantwortung hin- und herschieben‘. Das kennen wir doch??

  7. zimtapfel sagt:

    Nette Unterhaltung unter Kollegen. 😀

    Mein Ding fing, nachdem ich es von der Arbeit mit nachhause genommen und umgetopft habe, plötzlich wie verrückt an zu gedeihen. Muss an der weniger giftigen Atmosphäre liegen…

  8. Das Ding sieht auf jeden Fall cool aus, mit all diesen gelben Zetteln. Ich würde ihm noch eine Papierblüte anheften.

  9. miss k. sagt:

    Ach was, Verantwortung – das Ding ist meins und wenn hier einer umtopft, bin ich das. Aber ich will ja gar nicht! Die Zettel werde ich allerdings tatsächlich dranlassen, als blaßgelbes Mahnmal gegen den grünen Daumen. Papierblüte? Gute Idee, Sachensucherin, ich geh mal eine organisieren. 🙂

  10. zero_-_-cool sagt:

    Hee, du solltest dir einen Drachenbaum zulegen. So einer steht bei mir aufm Schreibtisch. Wird nie gegossen, sieht nur wenig Licht und das Ding wächst trotzdem. Aktuell schon über 1,10 m.^^
    Hier könnte man auch den gesamten Post It-Vorrat eines Jahres drankleben, das macht dem gar nichts. 😉

    Gruß
    zero

  11. miss k. sagt:

    Guter Tipp, zero, danke! Allerdings will ich ja gar nicht, dass das Grünzeug im Büro so wuchert und wächst – dann seh ich ja nicht mehr nach draußen! 🙂

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