Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Veröffentlicht: 24. Juli 2009 in Travel
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Minimale Kosten bei maximalem Gewinn sind ein Ding der Unmöglichkeit, habe ich bereits im VWL-Studium gelernt. Aber das ist ja noch lange kein Grund, es nicht wenigstens zu versuchen! Also surfe ich seit Wochen die verschiedenen Online-Reisebüros und sicherheitshalber auch die Webseiten der diversen Airlines nach ebenso günstigen wie geschickt liegenden Flügen nach Neuseeland ab. Als wäre das nicht Vergleich genug, stehen mit Auckland und Wellington gleich zwei Zielflughäfen zur Auswahl. Das arbeitgeberseitig genehmigte Zeitkontingent macht die Sache nicht einfacher: Keinen einzigen Tag mehr als vier Wochen inklusive Weihnachtsurlaub, aber immerhin sind wir in Bezug auf den Start der vier Wochen flexibel. Wollen wir mal kurz rechnen: Drei Online-Reisebüros, fünf Airline-Sites, zwei Flughäfen, vier passende Abflug-Ankunft-Varianten – das sind ziemlich viele mögliche Kombinationen.

Heute morgen haben wir uns endlich entschieden: Emirates. Weil sie relativ günstig sind, über Dubai fliegen anstatt einen Extra-Schlenker über Asien zu machen, guter Service, guter Ruf et cetera. Wir müssen dafür eine Nacht lang auf dem Dubaier Flughafen verbringen, aber wenn’s nach mir geht, machen wir eine nächtliche Stadt- und Barbesichtigung und bereiten uns – clever! – damit gleich auf die zwölfstündige Zeitverschiebung vor. So weit, so gut.

Dann allerdings geht es an die Buchung. Ich gebe brav alle Passagier-, Kontakt- und Kreditkartendaten ein und bekomme nach sieben Schritten lapidar mitgeteilt, dass der Preis gerade um 300 Euro gestiegen sei. Gegencheck: Bei der nächsten Flugauswahl bekomme ich wieder den niedrigeren Preis angezeigt. Passagier-, Kontakt-, Kreditkartendaten, vorletzer Buchungsschritt: 300 Euro mehr. Kostenpflichtige Hotline, Warteschleife. HallowaskannichfürSietun? Der Berater hält zehn Minuten Rücksprache mit dem Online-Team, die wissen allerdings auch nichts Besseres zu sagen als dass es vermutlich an meinem Computer liegt – wtf? Dann schlägt er vor, den Online-Buchungsprozess mit mir gemeinsam zu machen. Diesmal diktiere ich ihm alle relevanten Daten und gebe sie zur Kontrolle selbst ein. Gleiche Nummer. 15 Minuten Rücksprache mit Online-Team. Sie können nichts tun, der Computer glaube offenbar, dass der Tarif noch verfügbar sei, aber das sei nicht der Fall, sagt zumindest das interne Buchungssystem des Beraters. Stattdessen bietet es einen Tarif an, der satte 800 Euro über dem ursprünglichen liegt. Ohne Gebühren.

Ich bedanke mich, kläre mit dem Reisebegleiter den um 300 Euro erhöhten Reisepreis und will buchen. Die Sitzung ist mittlerweile abgelaufen, ich fange von vorne an. Nach sieben Schritten: Der ursprüngliche, bislang günstigste Tarif ist verfügbar. Ich klicke jubelnd auf „Buchung bestätigen“ – und werde belehrt, die Buchung könne nicht abgeschlossen werden. Ich soll’s doch später noch mal versuchen oder mit meiner Bank telefonieren. Ich wähle die Bank, dort ist alles in Ordnung. Zweiter Versuch, günstiger Tarif, gleiches Ergebnis. Im dritten Versuch – inzwischen habe ich sämtliche Daten sechsmal eingetippt – nehme ich statt Kreditkarte die Option „Überweisung“.

Bingo! Und das ganz ohne Preiserhöhung. Dass die verballerten Hotlinekosten in etwa derselben Liga spielen, lasse ich besser unerwähnt. Es geht ums Prinzip. 😉

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Kommentare
  1. Grünste sagt:

    *lach* – Liebe Miss K., gratuliere zu Deiner Hartnäckigkeit! Manchmal musses halt doch gute alte Handarbeit sein. Fühl Dich gedrückt, die Grünste

  2. TT sagt:

    Ich möchte mich mal dazu äußern. „Heute morgen haben wir uns endlich dazu entschieden.“. Hallo ?!? Wer ist hier die Zicke ?!? Wird trotzdem SAUGEIL !!!

  3. oh ja. der weg ist das ziel. auch oder gerade auf reisen und das fängt schon früh an.

  4. miss k. sagt:

    Liebe Grünste, ja, ich finde auch, dass die gute alte Handarbeit manchmal besser ist.

    Sachensucherin! 🙂 Ja, der erste Schritt ist gemacht, jetzt können wir nicht zurück – wollen wir auch gar nicht. Allerdings wäre uns beiden wohler, wenn die Flüge schon vorbei wären, das sind jeweils Eeeewigkeiten in der Luft. 😦
    Vielleicht kann ich mit TT einen Deal aushandeln: Auf dem Hinflug schlag ich ihn k.o., auf dem Rückflug er mich. Ist ja auch ne Form von Schlaf.

    Und TT, hallooooo? Nachdem Du mir („Du machst das schon, ich vertraue Dir voll und ganz!“) den ganzen Rotz allein überlassen hast, habe ich Dir das Ergebnis meiner Analyse präsentiert und erklärt, dass wir mit Emirates fliegen. Du hast das abgenickt – damit hatten WIR das entschieden! 😀
    Übrigens wird das nicht trotz mir saugeil, sondern wegen mir. 😉

  5. k.o. tropfen? warmes bier?

    ich bin ja schon seit ewigkeiten nicht mehr geflogen und fahr ganz spiessig abwechselnd an den gardasee, an den bodensee und an die nordsee – oder so. insofern beneide ich dich nicht, aber das ziel lohnt sich sicher.

  6. wassily sagt:

    Ach, Miss K.,
    bevor man eine große Reise macht, erkundigt man sich bei erfahrenen Weltenbummlern, die sich wiederum zuvor bei erfahrenen Weltenbummlern, die…

    Eine Onlinebuchung mit anschließender Überweisung ist fast immer deutlich billiger als per Kreditkarte.

    Und: was sind schon 30 Stunden Flug. Die sitzt du doch auf einer Backe ab.Ich hoffe nur, du hast eine der guten Reihen gebucht, mit etwas mehr Beinfreiheit. Das sind zum Beispiel in einer 777 die Reihen 32 oder 44, jeweils links oder rechts.Im A 340 die erste Reihe nach der Businessclass, links oder rechts.Im Airbus nie die Mittelplätze buchen (4er reihe), immer außen (2er) oder ganz hinten. Und nie in der Nähe der Toiletten.
    Müsstest du eigentlich auch bei Emitrates online reservieren können, wenn du deinen Buchungscode hast.
    Viel Spaß

  7. zero_-_-cool sagt:

    Jawohl!
    Ich hätte schon nach dem zweiten Versuch keine Lust mehr gehabt wegzufliegen.^^
    Ich hätte mir gleich ein Zelt bestellt, und wäre vor Frust und geballter Wut einfach losgelaufen. 🙂

  8. miss k. sagt:

    Sachensucherin, Du bist ja tricky! 😉 Garda-, Nord- und Bodensee übrigens sind ja auch hübsch.

    @zero Du kennst mich nicht. Was ich wirklich nicht haben kann (und da kann TT mich gerne Zicke schimpfen solange er will) ist Zelten. Du hast nie eine schlechter gelaunte Camperin als mich erlebt.

    Und Wassily, gib mir doch mal bitte die ISBN für Deinen Weltenbummler-Almanach, den bestell ich sofort ;-). A 340 und Boeing 777 sind tatsächlich dabei, richtig gespannt aber bin ich auf den A 380, dieses Riesending. In der Hoffnung, dass der Economy-Sitzabstand und das Bord-Entertainment ebenso großzügig bemessen und ausgestattet sind. 😉

  9. A380 Fan sagt:

    Bin mit Emirates auch schon einmal den A380 geflogen und kann nur bestätigen, dass man den Unterschied durchaus merkt. Die ganzen Tips bezüglich der exakten Sitzreihen kannte ich allerdings noch nie, ich buche einfach immer was mir gerade in den Sinn kommt und bin damit bei Emirates auch eigentlich immer ganz gut gefahren, auch schon vor dem A380. Der war allerdings mit Abstand mein schönstes Flugerlebnis bis dato, hoffe, die setzen den jetzt noch viel öfter ein!

  10. miss k. sagt:

    @A380-Fan
    Dann freue ich mich nun doch auf diesen einen Flug. Wenn schon so lange in der Luft, dann wenigstens damit. Danke! 🙂

  11. Stilli sagt:

    Hallo Schatz, was soll ich dazu sagen…. info@reisebuero-stiller.de oder http://www.reisebuero-stiller.de Kuss rechts, Kuss links 🙂

  12. miss k. sagt:

    Ja klar, Deine Schwester! Hatte ich ganz vergessen – nun ist’s zu spät. 😦

    Liebe Grüße!

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