Losleben.

Veröffentlicht: 15. Juni 2010 in Das Leben im Allgemeinen, Job
Schlagwörter:, ,

by Jon Ovington

Liebe Liv,

Wahnsinn. Ich durfte Deine Eltern – in gewisser Weise warst Du ja dabei – fürs Radio interviewen, als noch fast niemand von Dir wusste, noch nicht mal der Rest der Familie. Eines kann ich Dir sagen: Als Reporterin habe ich schon einiges erlebt, aber noch nie war ich so berührt wie vom unverhohlenen Glück Deiner Eltern. Acht Jahre lang hatten sie probiert, ein Kind zu zeugen. Konnten an keinem Kinderwagen vorbeigehen, erlebten eine Fehlgeburt und für Deine Mama – die am liebsten schon mit 18 ihr erstes Kind bekommen hätte – wurde es langsam knapp. Und als es dann endlich mit der künstlichen Befruchtung geklappt hatte, saßen die beiden bei mir im Studio und schwankten zwischen Glückseligkeit und Tränen. Deine Mama hat zwischen zweimal Schniefen lächelnd gesagt „Ich darf heulen, ich bin schwanger, das sind die Hormone.“ Und Dein Papa? Erzählte von Deinem ersten Ultraschallbild und dem Strampler, den er symbolisch ins Wohnzimmer gehängt hatte. So fest habe ich selten die Daumen gedrückt, dass alles gut geht.

Und jetzt bist Du da. Schon seltsam: Deine Geburt berührt mich, als sei seist Du das Baby einer engen Freundin oder meiner Schwester – dabei habe ich Deine Eltern nur dieses eine Mal gesehen. Glück färbt offensichtlich ab.

Advertisements
Kommentare
  1. miss k. sagt:

    Liv hat gerade per E-Mail geantwortet… 🙂

    Hallo miss k.,

    bei so vielen Leuten, die mir die Daumen gedrückt haben, hatte ich gar keine Chance als dass ich mich gut entwickle. All die Menschen, die sich mit Mama und Papa freuen, dass ich nun endlich da bin.

    Aber: eine sooooooo schöne Begrüßungsemail habe ich von niemandem bekommen. Dafür danke ich Dir ganz herzlich. Mal sehen: Vielleicht werde ich ja auch einmal eine so tolle Reporterin, wie Du eine bist. Aber vielleicht werde ich auch Tierärztin oder Ballerina oder Nobelpreisträgerin. Das muss ich mir noch überlegen.

    Jetzt werde ich erst einmal groß und stark. Ich bin ja schon dabei, denn ich habe eine riesigen Durst. Das was ich so von meiner Sicht aus sagen kann, hat meine Mama die Geburt prima gemacht.

    Ich wünsche auch Dir nur das Beste. Vielleicht heirate ich ja mal Deinen Sohn, wenn Du möchtest. 😉 Du wirst sicher eine ganz, ganz, ganz tolle Mama sein, wie es die meine ist.

    Allerliebste Grüße aus der Pfalz

    Liv

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s