Wie man sich fünf Jahre lang erfolgreich vor dem Radeln drückt.

Veröffentlicht: 2. August 2010 in Das Leben im Allgemeinen
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by Charlotte Nordahl

Man sammelt beim Umzug aus der Gosse vor dem neuen Haus einen Schalthebel mit dem hübschen Schriftzug „Shimano“ auf und steckt ihn ein. Man bewahrt ihn danach griffbereit im Eingansgbereich der Wohnung auf. Das Fahrrad kommt derweil in den Keller – erst mal stehen für locker zwei Jahre wichtigere Dinge an. Dann kauft man sich ein neues Auto, bei dem sich die Rückbank nicht mehr umlegen lässt. Denn: Wie soll man das Rad denn nun zum Radladen bringen, so ohne Gangschaltung. Etwa hinschieben? Forthin hält man bei jeder Anfrage, in der das Wort „radfahren“ vorkommt, mit zutiefst bedauerndem Gesichtsausdruck das Fundstück in die Höhe und verstaut es anschließend wieder sorgfältig, fürs nächste Mal. Bis einer kommt, der sich das Teil schnappt, bevor man es wieder wegziehen kann. Und sagt: „Hey, du hast doch gar keine Shimano-Schaltung!“

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Kommentare
  1. Max sagt:

    Das kann ich mir gut vorstellen. Soweit ich das Rad noch kenne ist es eine Grip-Schaltung. Und die hat Shimano nie gebaut. Aber was passiert jetzt? Ist das Rad wieder fit gemacht worden?

  2. zero_-_-cool sagt:

    Ich liebe ja das Radfahren. Durch den Wald, auf der Straße, über Feldwege quer durch die Natur. Abseits von jeder Autobahn, von jedem künstlichen Geräusch das einen stören könnte, kann man einfach atmen. Es ist wie Urlaub von allem was einen bedrückt und belastet. Es gibt nur die gleichmäßige, beruhigende Frequenz mit der man die Pedale drückt und die Stille um einen herum.^^

    Aber es gibt auch „Kollegen“ die behaupten, es wäre zu regnerisch um zu fahren. Oder bei der Hitze wäre es blanker Selbstmord. Oder gegen den Wind kann man auch nicht gescheit fahren. Oder aber das Wetter ist zu perfekt und es gibt viel wichtigere Dinge die man in diesen seltenen Augenblicken erledigen muss. 🙂

    Naja, jeder wie er will. Radfahren sollte aber kein „muss“ sein, sondern ein „dürfen“.

  3. der Radler sagt:

    Tag Nummer zwei ist doch sehr aussagekräftig. 😉
    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg der Besserung. Viel Spaß beim Radeln. 🙂

  4. Ich besitze schon Jahre lang kein Fahrrad mehr.
    Man muss ja auch kein Rad fahren! Zero… hat Recht! Du darfst wenn du willst. Wenn nicht, dann lass es sein. 🙂
    So ist das Leben auch schön!

  5. miss k. sagt:

    Also, ich habe tatsächlich gedacht, das Rad sei kaputt. Aber ich hielt den Schalthebel ja auch für einen Umwerfer. Sei’s drum, das Rad hat mir nie gefehlt. Nachdem ich aber letztens damit zu diversen Touren entlang des Bodensees gedrängelt wurde, hab ich Gefallen gefunden. So sehr, dass ich am vergangenen Sonntag zum Bäcker radelte, dem weiter entfernten. Und gestern durch den Taunus gerauscht bin. Okay, man muss mich noch mit frischen Brotchen oder einem Biergarten auf halber Strecke locken. Aber wer weiß, wie sich das weiterentwickelt… 🙂

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