Wie der Kaiser im Taunus.

Veröffentlicht: 4. August 2010 in Das Leben im Allgemeinen, Geschichten aus dem Supermarkt
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Falls ich jemals einmal ein italienisches Restarant eröffne, heißt es garantiert nicht Kaisertempel, da kann fünfmal ein Kaisertempel danebenstehen. Aber von innen dürfte es ruhig ein bisschen etwas von diesem Ristorante haben, das da in Eppstein auf einem Hügel steht. Der herrliche Ausblick über den Taunus ist auch nicht zu verachten. Das Highlight aber sind die Spaghetti: Sie kommen frisch abgegossen mit einem Hauch Nudelwasser, Kirschtomaten und Rucola an den Tisch und werden dann vor den Augen der Gäste in einen riesigen Parmesanlaib gegeben. Danach kratzt der Kellern mit einer Nudelkelle wild in dem Käserad herum, löst ordentlich viele angeschmolzene Brocken heraus und gibt sie zusammen mit den Spaghetti zurück in den Teller. Frisch gemahlener Pfeffer drüber. Also, mal ehrlich: Da kann sonst noch auf der Karte stehen, was will, sie bleibt einfach links liegen. Oder rechts, das ist egal. Hauptsache, der Kellner rollt bald den Parmesanlaib herbei. Buon appetito!

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Kommentare
  1. (L) sagt:

    Na, falls du Spaghetti aus dem Parmesan-Laib magst, dann habe ich noch einen Tipp für dich: Wenn du mal wieder in Rom bist, gehst du in die Via Ferruccio 12, denn dort befindet sich in einem kühlen Gewölbekeller das Restaurant „Vecchia Roma“. Von den Touristen bisher unentdeckt, eine gute Küche und gar nicht teuer. Eben was für Einheimische. Also pssst, nicht weitersagen! 😉

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