Wenn eine eine Reise tut.

Veröffentlicht: 14. September 2010 in Travel
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Selten so gelacht: Da bietet mir die Lusthansa beim Online-Check-in grossspurig eine mobile Bordkarte an, wahlweise als MMS oder als E-Mail aufs Handy. Ich ueberlege kurz, ob mir der Papierschnipsel als Andenken fehlen wird und klicke auf ja. Den Code muss man angeblich beim Boarding nur noch unter den Scanner halten und schon geht’s los.

Bisschen skeptisch bin ich ja schon. Ob das funktioniert? Und wenn das Handy den Geist aufgibt? Lassen die mich dann da?

Natuerlich nicht. Beim Abgeben des Gepaecks wird mir eine richtige Bordkarte ausgedruckt. Nicht, weil ich sie braeuchte, sondern weil der Gepaeckaufkleber sonst nirgendwo Halt findet. Und 20 Minuten spaeter, beim Boarding, entsteht vor mir in der Schlange ein Stau, weil einer statt Bordkarte das Handy bereithaelt. Die Dame vom Bodenpersonal ist irritiert. Laesst sich die gesamte E-Mail zeigen, filtert den Buchungscode heraus und rennt zum Computer, gibt ihn mit rotgelackten Fingernaegeln ein und laesst sich den erfolgten Check-in des Passagiers bestaetigen. Aus Spass an der Freude lasse ich drei Meter spaeter meine Bordkarte in der Tasche und zuecke ebenfalls das Handy.

Ausgesprochen belustigend finde ich ansonsten wie immer die Damen, die auf Fluegen einen sehr elitaeren Dresscode befolgen und mit ihren hochhackigen Schuehchen die Gangway entlangtippeln als sei’s ein Laufsteg. Und erst die mitleidigen Blicke angesichts meiner Jeans mit Sneakers! Moechte jedes Mal hingehen, ihnen beruhigend den Hintern taetscheln und sagen: „Keine Angst, ich habe auch 10cm-Stilettos im Schrank.“

Was mich gedanklich sofort zu diesen unverschaemt heissen Stiefeln bringt, die ich am Wochenende gekauft habe und die sich selbstverstaendlich in meiner Tasche befinden. Aber das ist ein anderes Thema.

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Kommentare
  1. Sascha sagt:

    Aus Spass an der Freude lasse ich drei Meter spaeter meine Bordkarte in der Tasche und zuecke ebenfalls das Handy.

    Um die Dame vom Bodenpersonal nochmal laufen zu sehen, oder um zu testen, wie strapazierfähig die Nerven der Leute hinter dir in der Schlange sind?^^ Oder ist es am Ende nur ein perfider Trick, um die Damen in den hohen Schuhen noch ein wenig länger still stehend zu quälen? 😉

    Womit wir dann bei deinen Stiefeln wären. Du weißt ja: photo or it didn’t happen 😛

    • (L) sagt:

      Nein-nein, lieber Sascha, ich bin sicher, Miss K. hat so gehandelt, um den Bodenpersonaldamen Übung im Umgang mit der neuen Technik zu verschaffen. Auf dass, wenn du oder ich eines Tages mit unseren Smartphones boarden, wir keinerlei Probleme mehr antreffen. Ein Hoch auf die Wegbereiterin!
      Womit wir dann bei den Stiefeln wären…

  2. miss k. sagt:

    😀
    Ihr Zwei. Zum einen: Auf dem Rückflug hat das prima geklappt mit dem Scanner und dem Handy. So mag ich das!
    Und was die Schuhe anbelangt: Die hatte ich an. Oh ja. Und sie blieben nicht unbemerkt, würde ich sagen. Alles gut also. 😉

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