Archiv für die Kategorie ‘Job’

Plenum 2.0.

Veröffentlicht: 4. November 2011 in Aufgelesen, Job
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Ich mag das, wenn die Piraten nach ihrem ersten offiziellen Auftritt im Berliner Parlament auf Twitter fröhlich mit der CDU frozzeln. Bin gespannt, wie’s mit denen weitergeht – in Berlin und auf Bundesebene.

Ka-Ching!!

Veröffentlicht: 3. Oktober 2011 in Das Leben im Allgemeinen, Job
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Wie mein Opa immer zu sagen pflegte: „Wenn Du Geld hast, haben alle Geld.“ Nun ja. Neuerdings reicht auch die Aussicht auf Geld, um es weitgehend hemmungslos auszugeben. Nach länger dauernder Unterbezahlung, die ich durch nächtliche Nebenjobs aufgefangen habe, steht mir nun ein sehr ordentlich bezahltes Engagement ins Haus. Erster Gedanke: Geil, da kann ich die Hälfte zur Seite legen und bummle anschließend zwei Monate durch die Welt. Erste Aktion: Apfel-Tablet gekauft (immerhin: gebraucht!) und elektronisches Zeitungsabo dazu bestellt. Weil’s ja unter der Woche viel geschickter ist als die Papierversion und so. Dann mal wieder ein paar Tage in Berlin gegönnt (und lauter tolle Geschenke ins Ländle importiert, von denen ich an dieser Stelle noch nix verraten kann). Und die Garderobe, die muss ja für den neuen Job auch mal auf Vordermann, jawohl, ja. Drängte sich in Berlin förmlich auf. Zusätzlich wollte ich schon längst ein ökosoziales Kleidungstückchen bestellt haben. Getan. Als nächstes fiel mir ein, dass ich für eine wunderbare Freundin immer mal  personalisierte Etiketten für ihre selbstgemachten Köstlichkeiten suchen wollte. Ich habe sie gefunden – leider gab es in diesem Shop auch noch sieben bis zehn andere herrliche Kleinigkeiten, die alle irgendwie im Warenkorb gelandet sind. Wo ich schon dabei war: Der kleine Lampenschirm der Nachttischleuchte, schon fünfmal geklebt, jetzt doppelt nachbestellt. Sicher ist sicher. Außerdem habe ich kürzlich diesen wunderbaren Rotwein entdeckt, der allein schon wegen des Preises nix für jeden Tag ist. Falls ich im Online-Shop demnächst statt nur einer Flasche gleich eine ganz Kiste nehme, würde sich das mit den Versandkosten natürlich viel eher lohnen. Den neuen Kleiderschrank gibt’s nur deswegen nicht, weil die Zimmerdecke immer noch drei Zentimeter zu niedrig ist. Und das Bild auf dem Fernseher ist mittlerweile so mini, dass ich auch einen Meter davor sitzend mehr erahne als tatsächlich sehe, was dort passiert. Die Familie hat zum Geburtstag dafür zusammengelegt, ich lege da wohl noch was drauf. Soll ja was Anständiges werden.

In diesem Sinne: Ich gehe dann morgen mal arbeiten. Und bin gespannt, wann Griechenland anruft. 😉

On the move.

Veröffentlicht: 6. August 2011 in Das Leben im Allgemeinen, Job
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Es ist nicht so, dass ich nichts zu erzählen hätte. Nur: Mir fehlt eklatant die Lust, etwas zu erzählen. Gestellte und ungestellte Fragen zu beantworten. (Manchmal, zugegeben, auch die Zeit.) Weil, die Dinge und Erlebnisse und Gefühle sind derzeit in mir ganz gut aufgehoben. Weniger erzählen, mehr aufnehmen. Innerliches Rüsten für das, was schon bald kommt. Was immer es genau sein wird. Und es wird auf jeden Fall viel Bewegung mit sich bringen – ganz unabhängig davon, dass ich dringend mal wieder auf Reisen muss. Sonst ist aber alles gut.

Zufallsbegegnung.

Veröffentlicht: 20. Mai 2011 in Job
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„Möchten Sie meine Zufallsbegegnung sein?“, frage ich den älteren Herrn im Park. Seine Augen versinken gerade in einem Schneeflockenbaum. „Ach, wissen Sie“, lächelt er mich an, „ich bin schon mein ganzes Leben eine Zufallsbegegnung.“ „Aber das passt doch hervorragend“, schmunzle ich zurück. „Ich würde Sie gerne mit meiner Videokamera ein Stück begleiten und mit Ihnen plaudern.“

Und das tun wir. Er hat ein ziemlich strammes Tempo drauf, was mir normalerweise nichts ausmachen würde. In diesem Fall aber laufe ich rückwärts vor ihm her. Die Videokamera klebt an seinem wunderbar runzeligen Gesicht und kommt gar nicht mehr los. 23 Minuten dauert es, bis ich zum ersten Mal auf „Pause“ drücke, und in diesen 23 Minuten nimmt er mich mit in seine Kindheit in Baden-Baden. Entlang der Oos, aus der er mit seinem Bruder Kaulquappen und Blutegel gefischt hat. Oder in der die beiden Jungs eines Winters buchstäblich abgesoffen sind beim Versuch, auf einer Eisscholle herumzuturnen. Zu Hause schlichen sie sich zum Trocknen klammheimlich in den Heizungskeller – bis die Nachbarin sie dort entdeckte. Im Herbst brauchte er („Das war der schönste Schulweg meines Lebens“) doppelt so lange nach Hause, weil er das Kastanienlaub mit dem Fuß so gerne zu riesigen Haufen zusammenschob. Und sobald es Sommer wurde, fuhr er mit dem Fahrrad am liebsten in die Gönner-Anlage, Schulzeug dabei, aber Konzentration? Keine Spur: „Es war immer viel zu schön um zu lernen.“

Kein Zweifel: Ein Zufall der schönsten Art.

Ein ganzes Orchester auf den Lippen.

Veröffentlicht: 12. Mai 2011 in Job
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Er ist Komponist. Kein Pop, kein Rock, keine Klassik, nein, er komponiert Filmmusik, zum Beispiel für verschiedene Tatorte, für Aimée & Jaguar oder für Doctor’s Diary. Den musikalischen Akzent setzt er dabei immer haargenau neben den Bildschnitt, sonst wird die Wirkung zu mächtig. Und manchmal kommt es auf die kleinsten Töne an. Wie damals bei dieser Grille, die im Theater irgendwo in der Unterbühne lebte. Gesehen hat sie niemand, dafür aber umso öfter gehört: Das Stück spielte in Norwegen, es sollte kalt sein, die Schaupsieler trugen dicke Jacken. Nur: Sobald diese einzelne Grille zu zirpen begann, herrschte auf der Bühne schlagartig eine Stimmung wie in der Toskana. Bis der Kammerjäger kam.

Für seine Kompositionsarbeit ist der Mac mit der angeschlossenen Klaviertastatur unverzichtbar. Wenn er den Computer bedient, berührt er ihn mit derselben Sanftheit wie das Piano. Er zeigt uns, wie die Musik eine Filmsequenz nicht nur unterstützt, sondern ihr je nach Stimmung eine völlig neue Bedeutung verleiht. Dazu komponiert er aus dem Stegreif wundervolle kleine Melodien – „keine große Sache“ – oder kramt die Pauken und Trompeten aus seinem digitalen Musikarchiv. Bewundernswert und faszinierend. Ich könnte auch ganz ohne Film mit geschlossenen Augen lange zuhören. Damit wäre allerdings das Beste verpasst: der Anblick des Komponisten. Er wippt nicht nur mit dem wildlederschnürbeschuhten Fuß und wackelt mit den Fingern auf den Oberschenkeln, er legt nicht nur den Kopf schief und nickt damit herum, als dirigiere er ein unsichtbares Orchester. Es sind die Lippen. Voll, geschwungen und mit ausgeprägtem, leicht gewölbtem Herz. Das zieht er nach links und rechts, wenn die Streicher erklingen, als zöge er seinen Lippenbogen über die Saiten. Oder spitzt es an, senkt es von oben nach unten, ganz so als sei er es, der da gerade die Luft über die Öffnung der Querflöte bläst.

Schnittchenbilder.

Veröffentlicht: 27. April 2011 in Job
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Das Blaue vom Himmel.

Veröffentlicht: 18. April 2011 in Das Leben im Allgemeinen, Job
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