Mit ‘Leben’ getaggte Beiträge

Morgens riechst Du an dieser einen Stelle ziemlich penetrant nach Pisse, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Es ist nun mal der kürzeste Weg zur Arbeit und hey, um diese Uhrzeit hat mein Langschläferherz keine Sekunde zu verlieren. Abends nehme ich dafür nicht die Hintertreppe zur Bahn, sondern den Weg durch die Haupthalle. Vorbei an fettiger Überbackenekäsestangenluft, dem scharf gewürzten Cous-Cous, den Crêpes, die auch immer ein bisschen verbrannt riechen. Und ganz egal, wo ich bin, alle paar Meter mischen sich Döner und Falafel darunter. Knoblauch in rauen Mengen, auch gerne mal frühmorgens an ausnehmend schönen Menschen. Was die Schönheit ein wenig relativiert.

Und Du riechst nach Macht. Nach leerem Blabla und Profilierungssucht. Nach linker Szene am Oranienburger Tor. Multikulti in Kreuzberg. Jugendliche Prügler am Bahnhof Friedrichstraße, wo ich etwa dreimal täglich bin und wo ich gerne hoffen möchte, dass ich auf die eine oder andere, auf jeden Fall aber wirkungsvolle Weise eingeschritten wäre. Nach Touristenbooten entlang der Spree, mit und ohne Büffet. Nach täglich zwei Handvoll Bettlern, schlechtem Gewissen und parallel immer mindestens drei Straßenzeitungen als Klolektüre. Nach dem Akkordeonspieler in der Bahn, der zwar nervt, aber immerhin versucht, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nach gruseligen U-Bahn-Begegnungen mit der Vergangenheit.

Und sonst so? Wilde Träumereien. Entengrütze. Joghurteis. Du riechst nach Sonne in der Hängematte, während der Espresso auf der Herdplatte blubbert. Nach lauer Frühlingsnacht, durchküsst bis Morgengrauen. Nach Rotwein und Pfefferminzschnaps in der Margarethe F. Nach Buttercreme-Cupcakes und Prosecco-Himbeeren mit Fräulein Sorglos. Nach Leben ohne Schlaf. Kurz gesagt: Du riechst nach mehr.

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Opa ist unschuldig.

Veröffentlicht: 11. November 2010 in Family & Friends
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„Opa, Opa, stell Dir vor: Du bist jetzt Ur-Opa! Ina hat eine Tochter bekommen!“
„So?“
„Ja!!!“
„Ha, da kann i au nix dafür.“

Ähm, ja. Ich bin meinerseits Großcousine geworden, aber nein, natürlich habe auch ich nicht aktiv dazu beigetragen, das möchte ich an dieser Stelle in aller Deutlichkeit und extra betonen. Ja.

Nackig ‚til you die.

Veröffentlicht: 31. März 2010 in Das Leben im Allgemeinen, Job
Schlagwörter:,

Morgen geht’s los. Könnte derzeit nackter nicht sein. Kann also nur fantastisch werden. 🙂

(Bild und Inspiration von Garr Reynolds. Seine Gedanken dazu solltet Ihr Euch unbedingt ansehen.)