Mit ‘Mann’ getaggte Beiträge

veggie

Bild: twicepix

Mein Mann, der superstrikte Vegetarier, kommt abends spät nach Hause. Ich habe längst gegessen.

„Mhmm, das riecht gut hier!
„Oh, sorry, ich wollte ja noch lüften. Mach ich gleich.“
„Nein, lass. Es riecht toll. Ist noch was da?“
„Sicher?“
„Ja. Was gab’s denn?“
„Gebratene Hähnchenbrust mit Thymian. Und Salat.“

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Süß.

Veröffentlicht: 26. August 2012 in Das Leben im Allgemeinen, Die Liebe im Besonderen
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Ich war überhaupt kein Nutella-Kind. Die habe ich erst zu Studienzeiten entdeckt, dann aber richtig. Löffelweise. Die Gläser hielten alle nicht sonderlich lange und nach ein paar Jahren zog ich die Notbremse: Nutella kam nicht mehr ins Haus, außer vielleicht mal zu besonderen Gelegenheiten. Inzwischen sind diese Gelegenheiten zahlenmäßig bei Null angelangt. Was ich mir aber immer noch gerne gönne, sind die Nutella-Einzeldosen, die man in der Gastronomie serviert bekommt. Wenn ich die nicht direkt dort aufs Brot schmiere, stecke ich sie sogar ganz schamlos in die Tasche – genauso wie die übrig gebliebenen Packungen meiner Mitesser. 15 Gramm sind da jeweils drin, also aus Sicht echter Nutella-Freunde geradezu lächerlich klein, aber was soll’s.

Auf diesem Wege hatten sich hier in den vergangenen Monaten vier Päckchen angesammelt, wie mir heute morgen – verregnet, gemütlich, spätes Frühstück an einem ausnahmsweise freien Sonntag – einfiel. Der Mann – weder Nutella-Kind noch sonstwie großartig schokoladig unterwegs – betrachtete die kleine Sammlung interessiert und fragte dann: „Kann ich auch was haben?“ “ Klar“ sagte ich, „nimm Dir eins.“ Woraufhin er mit einem leicht entgeistertem Blick sagte: „Neeeiiin, kein ganzes! Mir reicht was von Deinem!“

Süß.

Zwei Haushalte in einem ist einer zuviel. Klingt logisch, ist aber in der Realität des Zusammenziehens gar nicht so klar. Oder einfach. Und so führte der kürzliche Rüberzug meiner Schwester zu ihrem Mann E. dazu, dass wir Mädels heute die Küchenschränke geputzt und zahlreiche Kisten ausgepackt und, nun ja, auch gleich ein bisschen aufgeräumt haben. Naturgemäß ging dabei rein versehentlich leider einiges zu Bruch. Manche Sachen erwiesen sich auch einfach als unvollständig.

Ich: „Du, der Keramikdeckel hier ist herrenlos. Wo ist denn der Topf dazu?“
Sie: „Keine Ahnung. Schmeiß weg.“
Ich: „Ja, aber wenn der Topf später auftaucht?“
Sie: „Dann kommt er in den Müll, hab‘ ja keinen Deckel mehr.“

Andere Dinge wiederum verschwanden. Einfach so.

Ich: „Hey, die Bananenbox, braucht Ihr die?“
Sie: „Moooaaaaaaa, das blöde Ding! E. wollte es unbedingt haben und jetzt liegt’s rum.“
Ich: „Mein Mann erzählt mir seit Wochen, dass er dringend wieder eine kaufen muss.“
Sie: „Nimm mit. Super! Hihi. ‚Keine Ahnung, Schatz, wo das Teil ist!‘ :-D“
Ich: „‚Aber mein Mann hat genau die gleiche!‘ :-D“

Jo, war neben all der harten Hausarbeit ein durchaus lustiger Tag. 🙂

„Herz, warum liegt eigentlich das Faxgerät zertrümmert auf der Terrasse?“
„Grmpf. Frag nicht. FRAG NICHT!“

In solchen Momenten ist man gut beraten, es sein zu lassen. Das Faxgerät hat meines Wissens sowieso niemand mehr ernsthaft benutzt.

Fünf Stunden später.
„Darf ich jetzt wissen, was heute los war?“
„Ein Scheißtag! Hier ist alles schief gelaufen und dann bin ich Radfahren gegangen und dann hat mich ein Lastwagen geschnitten, deswegen hab ich schon abgekotzt und nur rücksichtslose Autos unterwegs…“
„Hmm.“
„…und dann bin ich den Berg runtergefahren, ziemlich schnell, da war’s sehr steil, dann kommt da eine verfickte Rechtsabbiegerspur, ich bin aber geradeaus gefahren und da überholt mich dieser Arsch, dieses rücksichtlose Schwein in seinem Drecksauto mit 10 Zentimeter Abstand, ich bin maßlos erschrocken, so ein Wichser, die tun das, weil sie denken, sie können’s…“
„Hmm.“
„..aber sie können’s nicht, sie können’s einfach nicht und da will ich diesen Scheißtyp stellen, da fährt mir ein Linienbus in die Bahn, der wollte eine Lücke nehmen, aber es war halt nicht genügend Platz da. Nimmt der Idiot mir also die Vorfahrt…“
„Hmm.“
„…ich muss eine Vollbremsung hinlegen und lass den Scheißbus passieren, dann bin ich weitergefahren und stelle das Idiotenschwein von davor an der nächsten Ampel. Der Arsch hatte das Dach offen und ignoriert mich komplett, der schaut einfach stur geradeaus als sei ich nicht da und ich hätte ihm am liebsten voll eine reingehauen…“
„Hmm.“
„…und als er sich der Sache immer noch nicht stellen wollte, die miese Sau, hab ich mich entschieden, ich zeige ihn an und dann hab ich den Notruf gewählt, der hat mich abgewimmelt, weil das kein Notruf sein soll, verdammte Scheiße, was denn SONST und dann hab ich die zuständige Polizeidienstelle angerufen und die faulen Säcke hatten keinen BOCK, das aufzunehmen, ICH SOLL PERSÖNLICH VORBEIKOMMEN!!!“
„Ja, aber Du kannst das doch auch per E-Mail machen.“
„NEIN!!! NUR PER FAX!!!“

(Ich konnte nicht anders und habe lauthals gelacht.)