Mit ‘Opa’ getaggte Beiträge

Opa.

Veröffentlicht: 10. April 2011 in Family & Friends
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Und heute Abend gibt es zu Deinen Ehren Maultaschen. Die guten, gerollten. Die Brühe werde ich ordnungsgemäß schlürfen, und wenn sie ein bisschen zu salzig schmeckt, werden mir wohl ein paar Tränen hineingefallen sein. Der Rotwein ist geöffnet. Daneben wartet eine Zigarre. Ich werde sie rauchen und im Blumentopf ausdrücken. Wie Du. ♥

Opa ist unschuldig.

Veröffentlicht: 11. November 2010 in Family & Friends
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„Opa, Opa, stell Dir vor: Du bist jetzt Ur-Opa! Ina hat eine Tochter bekommen!“
„So?“
„Ja!!!“
„Ha, da kann i au nix dafür.“

Ähm, ja. Ich bin meinerseits Großcousine geworden, aber nein, natürlich habe auch ich nicht aktiv dazu beigetragen, das möchte ich an dieser Stelle in aller Deutlichkeit und extra betonen. Ja.

Opa macht die Welt wie sie ihm gefällt.

Veröffentlicht: 2. Juli 2010 in Family & Friends
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Ich: „Opa, was gab’s denn heute zum Mittagessen?“
Opa: „Des woiß i net. Hemmer scho ebbes zom Middagessa khet?“
Oma mischt sich ein: „Es gab doch Lasagne, woisch denn Du des nemme?“
Opa: „Was hasch gsagt?“
Ich: „Ach Lasagne, wie schön, das war bestimmt lecker.“
Opa: „Was hat’s gebba?“
Oma und ich: „La-sag-ne!“
Opa: „Ah.“
Ich: „Erinnerst du Dich jetzt wieder?“
Opa: „Ha noi. So schnell goht des net!“

Und bricht in lautes Gelächter aus ob meiner blöden Frage. 🙂

Opa in Hochform.

Veröffentlicht: 27. März 2010 in Family & Friends
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An schlechten Tagen erkennt er mich gar nicht mehr. An guten dagegen ist er fast ganz der Alte und gehört einfach nur geknutscht. Heute zum Beispiel. Strahlt mich schon beim Betreten des Zimmers an, winkt mich herbei, greift nach meiner Hand und legt los: Er könne ja neuerdings nicht mehr so gut laufen, aber in seinem Sessel sei es prima, er könne aus dem einen Fenster schauen oder aus dem anderen, wie’s im gerade passt, und dazu zählt er mir die ganzen Sehenswürdigkeiten auf, die er dabei entdeckt – Opa kann nämlich gucken wie ein Adler, jawohl. Und überhaupt, wo wohnt die Enkeltochter eigentlich? Ach, im Nachbarort? Wirklich? Toll.

Opa: „Und bist Du verheiratet?“
Ich: „Nein, bin ich nicht.“
Opa: „Hmm. Und da ist auch nichts in Aussicht?
Ich: „Derzeit eher nicht, nein.“

Pause.

Ich: „Aber ich bin ja auch noch jung und hab dafür noch Zeit!“
Opa: „Och…“
Ich: „Und sag jetzt nichts Falsches!“
Opa: „Nein nein, ich sag nichts Falsches, ich sag einfach gar nichts.“

Dann ist ja gut. 😉

Wochenende bei Oma und Opa.

Veröffentlicht: 16. Mai 2009 in Family & Friends
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Manche Routinen sitzen tiefer als andere. Deswegen sieht Opa gelegentlich nicht ein, warum er unbedingt duschen muss, aber das Mittagessen – und da gibt es kein Pardon – hat um Punkt „halber Zwölfe“ auf dem Tisch zu stehen. Als ich heute kurz nach Zwölf zum Wochenenddienst auf dem Bauernhof meiner Kindheit eintrudle, gräbt er gerade zufrieden den Löffel in den Nachtisch. Guckt interessiert zu, wie ich das Geschirr wegräume, spüle, Ananas schneide und den Kühlschrank von Dingen befreie, die spätestens nächste Woche auch alleine rauslaufen könnten. Und dann grinst er sein immer noch hinreißendes Lächeln mit den paar übriggeblieben Zähnen und sagt: „Des isch immer schee, wenn ebber kommt und schafft.“

Oma hat derweil Angst, ich könne verhungern (ich!), weil ich ja so „spindeldürr“ geworden sei, und bietet mir nacheinander Windbeutel, selbst gebackenes Brot, Obstsalat und die restlichen Maultaschen vom Mittagessen an. Der Einwand, dass es bei mir später noch Fisch gibt, zählt natürlich nicht: „Dann gibt’s die Mauldascha halt als Vorspeis!“ Ausdiskutieren muss ich sowas nie, denn Oma setzt das Hörgerät grundsätzlich erst nachmittags ein. Vorher führen wir die absurdesten Gespräche, die man sich nur vorstellen kann („Oma, ich bring die Knochen schnell raus zum Hund.“ – „Was hasch gsagt, bei Dir lauft’s gut? Dann isch recht. Du, die Knocha g’höret net in de Müll, die kriegt der Hund.“)

Da schnappe ich mir doch lieber den Besen und kehre die Küche aus. Damit ich besser unter den Tisch komme, stemmt sich Oma hilfsbereit aus ihrem Sessel, kurvt dann aber mit ihrem Salatporsche einmal durch mein bereits zusammengekehrtes Häuflein und verteilt es wieder gleichmäßig über den Boden. Erneuter Auftritt Opa, immer noch grinsend: „Lass doch glei liega, morga isch’s eh wieder dreckig.“

Man muss sie einfach gernhaben.

Totschlagargument.

Veröffentlicht: 22. Dezember 2008 in Family & Friends
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Gerade bei den Großeltern vorbeigehüpft. Es lief die übliche Diskussion um nichts Besonderes, hin und her und her und hin, noch mal zurück, weil’s so schön war, und dann ging’s vorne wieder los. Bis es Oma zu bunt wurde und sie die Diskussion mit folgenden Worten beendete:

Ja, Du bist der Held. Nur nicht immer.

Familiengeheimnis.

Veröffentlicht: 29. November 2008 in Family & Friends
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Die Großeltern hatten diamantene Hochzeit. Höchste Zeit, mal nachzufragen, wie das damals so war:

Ich (völlig unschuldig): „Du, Opa, wie lange habt Ihr euch eigentlich gekannt, bevor Ihr euch das erste Mal geküsst habt?“

Opa (breit grinsend): „Das geht Dich einen Scheißdreck an.“