Mit ‘Schnee’ getaggte Beiträge

Draußen rieselt endlich der Schnee und drinnen, tief in mir, rauscht der Kinderpunsch. Das flockige Treiben betrachte ich ein, zwei Stunden lang aus dem Bett, um mich herum ein schnurrender Kater, Kaffee, die Zeitung. Die Welt ist zu Gast per Internet. Der Mann arbeitet einen Stock höher und wird zwischendurch per Skype bespaßt. Ich würde ja im Bett bleiben, aber im Wohnzimmer hat ein unausgelasteter Hund hohe Erwartungen. Wir toben eine kurze Weile durch den Schnee im Garten, bis uns beiden reichlich kalt geworden ist. Gibt schließlich keinen besseren Grund, um anschließend den Kamin anzufeuern. Sofapunschgemütlichkeit. Bis die Kinder aus der Schule kommen, dann wird getauscht gegen Schneemannbauarbeiten. Das Verkehrschaos im Radio kommentieren wir entspannt mit ein paar Schneebällen, das Auto bleibt stehen. Maroni in den Ofen. Das Innenleben mit ein paar kuscheligen Gedanken aufwärmen. Und wenn’s dämmert, ab in den Wald. Fackelwanderung.

Ich habe Urlaub. 🙂

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Premiere.

Veröffentlicht: 26. November 2010 in Das Leben im Allgemeinen
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Puderzucker unterm Zickenschuh.

Veröffentlicht: 25. November 2008 in Das Leben im Allgemeinen
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Die feine Puderzuckerschicht heute morgen erinnerte mich an den ersten Wintertag im letzten Jahr. Da stand ich frühmorgens im Büro oben an der kurzen, ordentlich abschüssigen Rampe hinunter in die Tiefgarage, mit eingefrorener Fernbedienung. Mir war schon klar, dass ich es in meinen Zickenschuhen nicht bis zum manuellen Öffner auf halber Höhe schaffen würde. Also fuhr ich runter – das war die erste schlechte Idee. Ich kam mit mehr Glück als Verstand und qualmenden Bremsen etwa eine Handbreit vor dem Garagentor wieder zum Stehen, hangelte mich die Wand entlang zurück zum Öffner und brachte meine Schnecke erleichtert in Sicherheit.

Dann hatte ich die zweite schlechte Idee: streuen. Ich also wieder zur Rampe, in der einen Hand den Eimer mit Streugut, in der anderen den Besen zum Abstützen, an den Füßen immer noch besagte Zickenschuhe. Ich war immerhin schon im oberen Drittel, als das Rolltor sich automatisch wieder in Bewegung setzte. Mir wurde siedend heiß klar, dass ich ohne meinen Schlüssel – der lag im Auto – weder zurück in die Garage noch ins Büro kam, und die ersten Kollegen würden noch mindestens eine Stunde auf sich warten lassen. Tod durch Erfrieren kam bei der prima Auftragslage natürlich nicht in Frage. Also rutschte ich auf glatten Sohlen ebenso schwungvoll wie beherzt nach unten – und lag bereits nach 30 Zentimetern auf der Fresse. Immerhin hatte ich genügend James-Bond-Filme gesehen, um den Besen noch im Fallen ins Tor zu schleudern. Volltreffer: Er fiel direkt durch den Lichtstrahl des Sensors, das Tor rollte zurück, ich war gerettet. Und nass.

Heute morgen trug ich dann in weiser Voraussicht derbe Straßenstiefel und bin ’ne Stunde später ins Büro.