Mit ‘Urlaub’ getaggte Beiträge

Draußen rieselt endlich der Schnee und drinnen, tief in mir, rauscht der Kinderpunsch. Das flockige Treiben betrachte ich ein, zwei Stunden lang aus dem Bett, um mich herum ein schnurrender Kater, Kaffee, die Zeitung. Die Welt ist zu Gast per Internet. Der Mann arbeitet einen Stock höher und wird zwischendurch per Skype bespaßt. Ich würde ja im Bett bleiben, aber im Wohnzimmer hat ein unausgelasteter Hund hohe Erwartungen. Wir toben eine kurze Weile durch den Schnee im Garten, bis uns beiden reichlich kalt geworden ist. Gibt schließlich keinen besseren Grund, um anschließend den Kamin anzufeuern. Sofapunschgemütlichkeit. Bis die Kinder aus der Schule kommen, dann wird getauscht gegen Schneemannbauarbeiten. Das Verkehrschaos im Radio kommentieren wir entspannt mit ein paar Schneebällen, das Auto bleibt stehen. Maroni in den Ofen. Das Innenleben mit ein paar kuscheligen Gedanken aufwärmen. Und wenn’s dämmert, ab in den Wald. Fackelwanderung.

Ich habe Urlaub. 🙂

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See you, Shanghai.

Veröffentlicht: 5. Februar 2009 in Das Leben im Allgemeinen, Travel
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Es sind irgendwie seltsame Tage. Sehr, sehr lang, aber gleichzeitig gehen sie so schnell vorbei, und die unmittelbare Zukunft liegt gefühlsmäßig in weiter Ferne. Außerdem haben Einbrecher das Haus meines Vaters ausgeraubt, so professionell, dass sich die Polizei noch nicht richtig erklären kann, wie sie da reingekommen sind. Seine jahrelang gesammelten Uhren sind weg, sein Handy mit allen Kontakten (kein Backup), Omas Schmuck (und ich sag noch, gib ihn mir, er steht Dir nicht so gut.) Geschieht ja täglich, aber wenn es einem selbst passiert, begreift man erst mal die Dimensionen. Es macht fassungslos bis ins Innerste und hinterlässt ein ausgesprochen fieses Bauchgefühl in Sachen Sicherheit. Da stolperte jemand in böser Absicht durchs private Leben. Und obwohl es meinen Vater getroffen hat, macht es mich auch ein bisschen paranoid. Zum Beispiel traue ich mich kaum mehr, auf Xing in die Statusmeldung zu schreiben, dass ich ab morgen eine Woche lang in Shanghai bin – einer meiner dreihundertundirgendwas Kontakte könnte mir ja ein Raubkommando nach Hause schicken.

Nun gut. Euch sag ich’s trotzdem: Ich bin ab morgen eine Woche in Shanghai. Freunde besuchen, Eindrücke sammeln, Fotos machen. Und wenn es klappt, werde ich das Kuriositätenkabinett fremder Kultur natürlich hier verbloggen. Wünscht mir Glück, stay tuned.