Mit ‘Wellington’ getaggte Beiträge

NewZ XIII. Blown away.

Veröffentlicht: 22. Dezember 2010 in Travel
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Schuld am windigen Image von Wellington ist die Cook Strait, die Wasserstraße zwischen Nord- und Südinsel. Sie ist so schmal, dass die Nordwestwinde hier noch mal enorm an Tempo gewinnen. Das Ergebnis: Im Schnitt pustet der Wind jeden zweiten Tag mit mehr als 60 km/h durch die Stadt. Beim großen Wahine-Sturm 1968 erreichten die Windböen sogar 270 km/h – das ist zweifache Hurrikanstärke.

Die blieb uns heute bei der sonnigen Überfahrt zum Glück erspart. Trotzdem wurden wir drei Stunden lang ordentlich durchgepustet. Macht aber nix – ab aufs oberste Deck, Lieblingsmusik ins Ohr und die Gedanken durch die Marlborough Sounds flattern lassen. Wenn wir die Nordinsel schon hinter uns lassen müssen, dann so. Noch schöner is nich.

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NewZ XII. Calling Santa.

Veröffentlicht: 20. Dezember 2010 in Travel
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Diese Neuseeländer. Stellen auf so ’nem innerstädtischen Grünfleck eine quietschrote Telefonzelle hin und schreiben „Santa Line“ drauf. Innen drin ein Schild „For your direct line to Santa, simply pick up the phone and press ‚A‘. Once you’ve left your wish, hang up and look skywards.“

Und ich. Gehe rein, drücke  ‚A‘ und lausche gespannt dem Klingeln. Santa ist nicht da, sein Anrufbeantworter schon. Er müsse derzeit die Rentiere trainieren. Die Scheißviecher hätten das ganze Jahr über gefressen und seien alles andere als in Form für den großen Tag. Man könne aber Wünsche jeglicher Art hinterlassen.

Was ich dann auch tue. Natürlich.

NewZ X1. Windy Welly.

Veröffentlicht: 19. Dezember 2010 in Travel
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Bei strahlendem Sonnenschein in der Hawke’s Bay ins Auto geklettert, eingeschlafen, drei Stunden später fröstelnd bei Regen aufgewacht: Wellington und ich haben einen miserablen Start. Durch die Straßen fegt ein erbarmungsloser Wind, die Stimmung ist grau. Es ist soweit, ich will zum ersten Mal nach Hause.

Mehr aus Pflichtgefühl verlassen wir an diesem Abend dick eingepackt noch mal das Hotel, um durch die Stadt zu schlendern. Entdecken die Cuba Street mit ihrer abgefahrenen Mischung aus Szeneläden, Bars und Tattoo-Studios. Schön designte Gullydeckel. Parkbank-Kunst. Die City Art Gallery, ein klassizistischer Bau aus weißem Stein – aber über und über mit quietschbunten Punkten beklebt. Geil!

Ein paar Meter weiter, im Hafenbecken, macht das Wetter Kunst auf seine eigene Art: Das Wasser schäumt, darüber fetzen die Wolken vorbei. Immer mal wieder bricht ein Sonnenstrahl durch das aufgetürmte Daunenbett am Himmel und malt Lichtkringel auf die Wellen. Mich pustet der Wind fast um.

Der Abend endet mit Spare Ribs und Bier am Kamin in der herrlichen Mac’s Brewery, die ich sofort zum neuen Stammlokal erwähle. Bin restlos verknallt in diese Stadt.